Natalie Goller – Der Orte reine Seele – 12.4.-17.5.2013

Vernissage Do, 11.4.2013, 19 Uhr

Galerie DAS BILDERHAUSNatalie Goller studierte freie Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart bei Prof. Moritz Baumgartl und Prof. Cordula Güdemann. 2002 kam sie nach Frankfurt. Seither beschäftigt sie sich mit der Ambivalenz städtischer Architektur. Ihr Thema sind urbane Stadtlandschaften; die Vermittlung ihrer Sicht auf den heimatgewordenen Beton. Sie reist in die Welt, analysiert und fotografiert die weltweite architektonische Verwüstung und Entstellung der Metropolen seit der Mitte des 20. Jahrhunderts und überführt dies dann in ihre Malerei: „der Orte reine Seele“, die sie sich und uns erschließt.

Urbane Konstruktionen, unlogische Komplexe und Fragmente fügt sie so passend ineinander, beziehungsweise reißt sie solcherart aus dem Zusammenhang, dass eine ganz eigene, architektonisch anmutende Malerei entsteht. Dabei geht es ihr nicht um die Totale, vielmehr bevorzugt sie enge Ausschnitte und ungewöhnliche Perspektiven. Dies stärker noch bei ihren neuen kleinformatigeren Leinwänden, wobei jetzt auch das Licht eine größere Rolle zu spielen beginnt. Diese lasierten Holzkästen sind erst in jüngster Zeit entstanden. Es handelt sich um mystische Lichtspiele an verwunschenen modernen Orten. Locations sind z.B. alte Hangars auf dem ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof.

Es sind häufig ganz banale Orte, die durch Natalie Gollers Sicht darauf und den Akt des Malens in leicht surrealer Manier Bedeutung erlangen. Ihre Motive sind stets ohne Anbindung an den urbanen Kontext. Der Blick hinter die Fassade bleibt dem Betrachter überlassen; die Bilder sind meist menschenleer, Figuren sind schemenhaft festgehalten wie flüchtige Momente.