MARTINA KÜGLER - Das gezeichnete Ich - 13.5. - 10.6.2011

Martina KüglerStrenge, gespannte Linien, den weißen Grund überziehend, eine Leere, in der sich menschliche Figuren abzeichnen, die eher Fragestellung sind, als greifbare Gestalt - dafür ist Martina Kügler bekannt.

Die Künstlerin hat ihre Ausbildung an der Frankfurter Städelschule erfahren. Sie war dort von 1966 bis 1972 Schülerin von Johann Georg Geyger und Karl Bohrmann, deren formale Strenge und äußerste Feinfühligkeit auch ihren eigenen Ausdrucksabsichten entsprach. Beziehung und Kontakt, Ich und Ambivalenz wurden zu den von ihr auf faszinierende Weise ins Bild gesetzten Themen.

Das Bilderhaus zeigt nicht nur eine Auswahl ihrer frühen Arbeiten, für die Martina Kügler schon lange als Geheimtipp gilt. Zu sehen sind auch Zeichnungen und Collagen aus den letzten Jahren. Nach den früheren Selbst-, Ich- und Beziehungsstudien sind auch dies Erfahrungen eines „gezeichneten Ichs", die dem Betrachter einen neuen, sehr eigenen Aspekt von rigoroser und empfindsam nachspürender Wahrnehmung und Selbstreflexion offenbaren. Zahlreiche Publikationen und Ausstellungen. Vertreten u.a. in der Kunstsammlung der Deutschen Bank. Martina Kügler lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Frankfurt am Main.